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Vita

„Magisch! Zauberhaft“ schreibt La Provence über Ulrich Kerns Interpretation von Beethovens Neunter Sinfonie. Ulrich Kern überzeugt durch seine stilsicheren Interpretationen auf Opern- und Konzertbühnen und widmet sich außerdem mit großer Leidenschaft der Musik des 20./21. Jahrhunderts.

In Stuttgart geboren, studierte der mittlerweile international gefragte Dirigent an den Musikhochschulen in Stuttgart und Weimar. Weitere entscheidende Impulse bekam er von Bernhard Haitink, Jorma Panula sowie in den USA von David Zinman. Durch die Förderung im Dirigentenforum des Deutschen Musikrats dirigierte er u.a. am Staatstheater Mainz und an der Kieler Oper.

Ulrich Kern hat inzwischen über 40 Bühnenwerke dirigiert. Sein Repertoire reicht von Mozarts späten Opern, Wagners „Tannhäuser“, Strawinskys „Le sacre du printemps“ bis hin zu Henzes letzter Oper „Gisela!“, deren Einstudierung er 2012 an der Semperoper Dresden übernahm.

Als Gastdirigent ist Ulrich Kern bei renommierten Klangkörpern zu erleben, u.a. bei der Deutschen Radiophilharmonie Saarbrücken, dem MDR Sinfonieorchester Leipzig, der Dresdner Philharmonie, dem Staatsorchester der Rheinischen Philharmonie Koblenz und der Nordwestdeutschen Philharmonie. In den USA debütierte er 2009 beim Spokane Symphony Orchestra, in Frankreich gastierte er 2011 mit dem Stuttgarter Kammerorchester. Ulrich Kern war an den Theatern in Bremen, Bielefeld, Osnabrück und am Staatstheater Salvador/ Brasilien zu erleben. Bei international renommierten Festivals ist der Dirigent gern gesehener Gast. So dirigierte er beim Aspen Music Festival Colorado, dem Nargen Festival Tallinn, der Ruhrtriennale, dem Impuls-Festival Sachsen-Anhalt und den „Internationalen Tagen für Neue Musik Darmstadt“.

Die Saison 2018/19 wird Ulrich Kern in Buenos Aires eröffnen. Er folgt einer Einladung der Stadt, wo er im neuen Konzertsaal mit dem „Orquesta Sinfonica Juvenil Nacional José de San Martín“ Beethovens Sinfonie Nr. 7 und Cavannas „Bagatuelles“ dirigieren wird. Weitere Höhepunkte der Saison sind Einladungen bei den Bochumer Symphonikern, der Jenaer Philharmonie, der Philharmonie Baden-Baden, der Camerata Rheingau und dem Brandenburgischen Staatsorchester Frankfurt. Am Pult der Neuen Lausitzer Philharmonie wird er u.a. das 2. Philharmonische Konzert mit Sibelius Sinfonie Nr. 2 dirigieren.

Herausragend sind die Solisten, mit denen Ulrich Kern zusammenarbeitet, wie zuletzt Harriet Krijgh und Daniel Müller-Schott bei den Festspielen Mecklenburg-Vorpommern und mit der Harfenistin Anneleen Lenaerts in Gent.

Die Zusammenarbeit mit Komponisten unserer Zeit ist Ulrich Kern ein besonderes Anliegen. So eröffnete er 2017 mit dem "Ensemble Resonanz Hamburg" das "Flandern Festival Gent" mit einer Uraufführung von Kalevi Aho. In der Hamburger Laeiszhalle brachte der Dirigent Werke von Rebecca Saunders und Sven-Ingo Koch zur Uraufführung. In diesem Jahr erschien ein Konzertmitschnitt der Symphonischen Dichtung "Die Regentrude" von Klaus Wüsthoff auf CD mit Martina Gedeck als Sprecherin.

Rundfunkaufnahmen beim Saarländischen Rundfunk, mehrere Konzertübertragungen im Südwestdeutschen und beim Mitteldeutschen Rundfunk, zuletzt im Oktober 2017 sowie 2018 beim Norddeutschen Rundfunk runden seine umfangreiche künstlerische Tätigkeit ab.

Ulrich Kern wurde vielfach mit Preisen ausgezeichnet: So erhielt er für die CD „French Trombone Concertos“ mit dem Posaunisten Fabrice Millischer und der Deutschen Radiophilharmonie Saarbrücken den Deutschen Musikpreis „Echo Klassik 2014“ in der Kategorie „Konzerteinspielung des Jahres 20./21.Jh.“ 2006 gewann Ulrich Kern den „Dirigentenwettbewerb der Deutschen Musikhochschulen“, der von der „Herbert-von-Karajan-Stiftung Berlin“ gefördert wurde und erhielt bei diesem Wettbewerb außerdem den Sonderpreis für die beste Interpretation im Fach Oper.

Ulrich Kern ist derzeit Erster Kapellmeister und stellvertretender Generalmusikdirektor am Theater Görlitz, das ihn 2013 für seine außergewöhnlichen künstlerischen Erfolge mit dem Sonderpreis des Theatervereins und dem Publikumspreis ehrte.

Juli 2018